Stolpersteine


München 2007

Die Stadt München verbietet bis heute (2026) die Verlegung der „Stolpersteine“ von Gunter Demnig im öffentlichen Raum. Die „Initiative Stolpersteine“, gegründet von einigen Künstlern zu denen ich gehörte, beschloss 2006 mit den von Münchner Bürgern gespendeten Stolpersteinen in künstlerischen Aktionen durch öffentliche Räumen zu vagabundieren, auf die die Stadtverwaltung keinen Zugriff hatte.

Erste Station war eine Installation im Foyer des ehemaligen „Führerbaus“, der heutigen Musikhochschule.

Die Zweite Station war die Installation „Das Geheimnis der Erinnerung ist die Nähe“ in der Galerie der U-Bahn-Station Geschwister-Scholl-Platz. Sie endete am 27. Januar 2008, dem internationalen Gedenktag der Opfer des Holocaust, mit einer Performance, in der ich zu der allgemeinen Bürozeit von 9 – 17 Uhr zwischen Pflastersteinen an einem Schreibtisch saß und auf einer Rechenmaschine den sogenannten „Jäger-Bericht“, eine penibel geführte Bilanz über die Exekution von 137.346 Juden 1941 in Kaunas/Litauen, nachaddierte.